DM Speed vor spektakulärer Kulisse auf dem Dresdener Neumarkt

Die Stadt Dresden war vom 31. Juli. bis 03. August Gastgeberin eines der sportlichen Highlights des Jahres. Im Rahmen des Multisportevents „DIE FINALS 2025“ wurden in 20 Sportarten die jeweiligen deutschen Meisterschaften mit insgesamt über 130 zu gewinnenden Titeln ausgetragen.

Der Deutsche Alpenverein war mit der Disziplin Speed in bester Lage, direkt vor der Frauenkirche auf dem Dresdener Neumarkt, vertreten. Bei sonnigem Wetter und vor mehreren tausend Zuschauenden lieferten die Speedkletterinnen und -kletterer mit den Herren am Samstag und den Damen am Sonntag zwei spannende Wettkämpfe inklusive eines neuen deutschen Rekords bei den Herren.

Denn trotz der zuletzt turbulenten Zeiten mit vielfältigen herausfordernden Umstrukturierungen und Veränderungen im nationalen Speedbereich gelang es Leander Carmanns (Rheinland-Köln) zum ersten Mal in einem nationalen DAV-Wettkampf, eine Zeit von unter fünf Sekunden zu laufen. Vor einigen Wochen hatte Carmanns in St. Wendel bereits gezeigt, dass er dazu fähig ist. Die offizielle Anerkennung des Rekords durch den DAV gab es nun in Dresden mit einer Zeit von 4.958 Sekunden im Finallauf, was ihm den Titel sicherte. Deutscher Vizemeister wurde Sebastian Lucke (Düsseldorf), der zuletzt aus persönlichen Gründen nur eingeschränkt an Wettkämpfen teilnahm – umso größer war seine Freude über den Erfolg. Dorian Zedler (Stuttgart) belegte den Bronze-Rang. Alle drei erhielten ihre Preise aus den Händen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und DAV-Vizepräsidentin Burgi Beste.

Bei den Damen wurde Julia Koch (Rheinland-Köln) ihrer Favoritinnen-Rolle gerecht und setzte sich mit einer Zeit von 7.800 Sekunden im Finale gegen Sofiia Tulchynska (Dortmund) durch. Tulchynska startete als ukrainische Staatsbürgerin außerhalb der offiziellen Wertung und so belegten Finia Fassbender (München-Oberland) und Mina Josephine Schultz (Düsseldorf) den zweiten und dritten Platz. Die neue deutsche Meisterin freute sich sichtlich über ihren Titelgewinn in dieser besonderen Location: „Mich hat das total gepusht, ich habe das total genossen in die Gesichter zu schauen von Leuten, die Spaß an unserem Sport haben. Gern häufiger so„, sagte Julia Koch nach dem Wettkampf in der Live-Übertragung des ZDF.

Einige der jüngeren Athletinnen und Athleten fehlten im Dresdener Starterfeld, da parallel die Jugend Speed Weltmeisterschaft in Helsinki stattfand. So gingen unter anderem Andrin Zedler und Nele Thomas aus dem NRW-Landeskader in Finnland gegen die internationale Konkurrenz an den Start.

Fotos: DAV/Xaver Quintus