Protest gegen Gesetzeslockerung im Alpenraum

Mit einer Kundgebung haben der Deutsche Alpenverein (DAV), die CIPRA Deutschland, weitere Naturschutzverbände sowie Vertreter*innen der Politik am 4. Juni vor der Bayerischen Staatskanzlei in München ein klares Signal gegen das „Dritte Modernisierungsgesetz“ der Bayerischen Staatsregierung gesetzt.

Kundgebung „Rettet die Berge – kein Rückschritt beim Alpenschutz“ Fotos: Anja Mörk

Die Bayerische Staatsregierung plant unter dem Vorwand des „Bürokratieabbaus“ mit dem sogenannten Dritten Modernisierungsgesetz tiefgreifende Einschnitte in bestehende Umweltstandards. Besonders betroffen ist die sensible Bergwelt Bayerns: Der Bau von Skipisten, Skilifte und Beschneiungsanlagen soll künftig schneller und „unbürokratischer“ möglich sein – zulasten des Naturschutzes und einer verantwortungsvollen Planung mit Öffentlichkeitsbeteiligung

Der Deutsche Alpenverein (DAV) sieht diese Entwicklung mit großer Sorge. Sie gefährdet den Erhalt alpiner Naturräume und schwächt den Schutz sensibler Gebiete in einer Zeit, in der alpine Lebensräume durch den Klimawandel ohnehin schon stark unter Druck sind. Daher hat sich der DAV entschieden gegen die geplanten Änderungen im Dritten Modernisierungsgesetz ausgesprochen und unterstützt auch eine entsprechende Rettet die Berge – kein Rückschritt beim Alpenschutz!.

Die finale Entscheidung über das Gesetz wird voraussichtlich am 22. oder 23. Juli 2025 im Bayerischen Landtag getroffen. Aus diesem Anlass ruft der DAV– gemeinsam mit einem breiten gesellschaftlichen Bündnis – zur Protestaktion „Rettet die Berge“ auf:

  • Dienstag, 22. Juli 2025, 11:00 Uhr
  • Marienplatz München (vor dem Rathaus)

Der DAV-Bundesverband ist als anerkannter Naturschutzverband in Bayern vor Ort vertreten. DAV-Vizepräsident Wolfgang Arnoldt wird ein öffentliches Statement abgeben.

Ablauf:

  • 11:00 Uhr Aufstellung zum Gruppenfoto während des Glockenspiels
  • 11:15 Uhr Begrüßung
  • 11:20 Uhr Alphornmusik der Well-Brüder
  • 11:25 Uhr Statements der beteiligten Organisationen und Parteien
  • 11:55 Uhr Abschluss mit Musik