Wer startet in Paris? Olympic Qualifier Series im Sportklettern beginnt

13.05.2024 – Es geht in die heiße Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele in Paris: Vom 16. – 19. Mai in Shanghai und vom 20. bis zum 23. Juni in Budapest findet die Olympic Qualifier Series statt – es ist die letzte Chance für die internationale Sportkletter-Elite, sich ein begehrtes Ticket für das größte Sportevent der Welt zu sichern. Das Climbing Team Germany ist mit insgesamt 10 Athletinnen und Athleten dabei und darf sich Hoffnungen auf Olympia-Tickets machen

Die Weltspitze trifft sich in Shanghai und Budapest

In wenigen Tagen fällt der lang erwartete Startschuss für die erste olympische Qualifikationsserie im Klettersport überhaupt. Bei den beiden Veranstaltungen im Mai in Shanghai und im Juni in Budapest werden rund 160 Athletinnen und Athleten in der Disziplin Speed und dem aktuellen olympischen Kombinationsformat bestehend aus Boulder & Lead miteinander messen – alle mit dem großen Ziel vor Augen: Ein Ticket für die Olympischen Spiele in Paris, die vom 26. Juli bis zum 11. August über die Bühne gehen. Alle Teilnehmenden werden höchst motiviert sein, denn es geht um nichts Geringeres als die Vergabe der letzten 30 Quotenplätze. Über das Weiterkommen entscheidet am Ende die Gesamtwertung aus beiden Veranstaltungen. Pro Event gibt es maximal 50 Punkte zu holen – je höher die Platzierung, desto mehr Punkte gibt es für die Athletinnen und Athleten. Die je zehn Besten pro Geschlecht im Boulder & Lead und die je fünf Erfolgreichsten im Speed dürfen sich dann im August auf der größten internationalen Sportbühne der Welt präsentieren. Insgesamt werden in Paris 68 Kletternde starten, nämlich 34 Frauen und 34 Männer. Davon werden wiederum 14 Athletinnen und 14 Athleten am Speed-Wettbewerb und jeweils 20 am kombinierten Boulder & Lead-Wettkampf teilnehmen.

  • Alle Infos zur Olympic Qualifier Series gibt es unter olympics.com
  • Eine Übertragung wird es weltweit im Livestream auf dem Olympic Channel über Olympics.com geben

DAV-Athlet*innen haben realistische Chancen

Vom Climbing Team Germany gehen insgesamt zehn Athletinnen und Athleten an den Start. Beim Bouldern & Lead werden Alexander Megos (DAV Erlangen), Yannick Flohé (DAV Aachen), Yannick Nagel (DAV Heidelberg), Hannah Meul (DAV Rheinland-Köln), Lucia Dörffel (DAV Chemnitz), Roxana Wienand (DAV Darmstadt-Starkenburg) und Sandra Hopfensitz (DAV Augsburg) versuchen, sich den großen Traum zu erfüllen. Sebastian Lucke (DAV Düsseldorf), Franziska Ritter (DAV Düsseldorf) und Leander Carmanns (DAV Rheinland-Köln) werden die Olympia-Quali im Speedklettern bestreiten. Und die Chancen stehen nicht schlecht: Nachdem Weltstars wie Janja Garnbret (Slovenien), Oriane Bertone (Frankreich) oder auch Jakob Schubert (Österreich) und Tomoa Narasaki (Japan) im Boulder & Lead sowie Aleksandra Miroslaw (Polen) oder auch Bassa Mawem (Frankreich) im Speed bereits für die Olympischen Spiele gesetzt sind, findet die Olympic Qualifier Series ohne sie statt. Trotzdem wird die Qualifikation alles andere als einfach. Im Boulder & Lead muss sich das deutsche Team unter anderem mit Brooke Raboutou (USA), Miho Nonaka (Japan), Mia Krampl (Slovenien) oder auch Adam Ondra (Tschechien), Mejdi Schalck (Frankreich) und dem letzten Olympia-Sieger Alberto Ginés López (Spanien) messen. Im Speed gilt es gegen Natalia Kalucka (Polen), Aleksandra Kalucka (Polen) sowie Rajiah Sallsabillah (Indonesien) oder Peng Wu (China), Veddriq Leonardo (Indonesien) und Liang Zhang (China) zu bestehen.

Franziska Ritter, Speed:

„Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf den Wettkampf. Da es eine Multisport-Veranstaltung mit Skateboarding, BMX und Breakdance ist, wird es einfach ein sehr cooles Event mit guter Stimmung. Man spürt natürlich, dass der Druck noch etwas größer ist als sonst, allerdings ist es auch nur der erste von zwei Wettkämpfen, sodass nach diesem noch nichts entschieden ist. Ich glaube unser Team ist in den letzten Wochen so gut zusammengewachsen wie nie und wir sind alle gut drauf. Natürlich wollen wir es alle schaffen und geben unser Bestes, aber ich möchte mir jetzt auch nicht total den Kopf zerbrechen über Platzierungen und Punkte. Ich will den Wettkampf einfach genießen und zeigen, was ich kann.“

Text: DAV, Bilder: DAV/Leon Buchholz